Bei Nebel: Weg vom Gas
Die beste Autoversicherung ist die, die man nicht benötigt. Deshalb sollte man die Expertentipps zum Fahren im Herbst und im Winter besonders beherzigen.
Autofahren in dieser Jahreszeit ist alles andere als gemütlich, denn plötzlich auftretender Nebel oder glatte Fahrbahnen machen eine sonst harmlose Strecke zur Unfallsfalle.
In diesen Wochen muss man als Autolenker jederzeit mit Nebelfeldern rechnen, die wie aus dem Nichts auftauchen und einem innerhalb kürzester Zeit viel von der gewohnten Sicht nehmen. Fachleute wie Fahrtechnikexperte Gerhard Blümel vom ÖAMTC raten deshalb, von vorneherein eine längere Fahrtzeit einzuplanen und bei schlechter Sicht das Radio einzuschalten, um keine Nebelwarnung zu verpassen.
Bei Nässe verdoppelt sich der Bremsweg
Besonders kritisch wird die Lage bei Nässe, wie Messungen der ÖAMTC-Techniker gezeigt haben. Bei trockener Fahrbahn beträgt der Bremsweg bei einer Geschwindigkeit zwischen 30 und 60 km/h 54 Meter oder etwa drei Sekunden Fahrzeit, bei 90 km/h ist der Anhalteweg 108 Meter lang, es dauert vier Sekunden, bis der Wagen still steht. Bei nasser Fahrbahn ist der Bremsweg doppelt so lang.
Von Abblendlicht bis Warnblinkanlage
Die notwendige Konsequenz, wenn der Nebel die Sicht nimmt: sofort weg vom Gaspedal und die Geschwindigkeit deutlich verringern. Ebenso wichtig ist es, die anderen Ratschläge der Fachleute zu befolgen.
Abblendlicht einschalten, kein Fernlicht verwenden. Zu starkes Licht reflektiert im Nebel, man blendet sich dadurch selbst.
Nebelscheinwerfer und Nebelschluss-Leuchten einschalten.
Im Nebel muss man nicht nur trachten, selbst genügend zu sehen, sondern man muss auch gesehen werden. Wenn die Sicht wieder besser ist darf man nicht vergessen, die Nebelscheinwerfer und Schlussleuchten wieder auszuschalten, sonst blendet man den Hintermann.
Abstand halten. Aus Unsicherheit orientieren sich viele Autofahrer bei dichtem Nebel zu sehr an den Rücklichtern des Vordermanns, hängen sich ihn an und halten dabei zu geringen Abstand. Wenn der andere Autofahrer bremsen muss, kracht es.
Bei Nebeleinbruch rechts fahren und auf keinen Fall überholen. Beim Linksabbiegen äußerst vorsichtig sein.
Besonders aufmerksam muss man bei Baustellen sein. Durch den Nebel sind Markierungen und Verkehrsführungen schwer erkennbar.
Bei einem Unfall oder einer Panne muss man unbedingt versuchen, das Fahrzeug von der Straße wegzubringen. Wenn das nicht möglich ist, ist man verpflichtet, alles tun, um das Fahrzeug sichtbar zu machen, also vor allem die Warnblinkanlage einzuschalten und das Pannendreieck aufzustellen. Bevor man das Fahrzeug verlässt muss man die Warnweste anziehen, dann sollte man sich möglichst schnell in Sicherheit bringen.
Wenn die Sicht durch kürzere Tage und Nebel immer schlechter wird ist die intakte Fahrzeugbeleuchtung besonders wichtig. Man sollte sie daher rechtzeitig überprüfen lassen und vor allem auf die richtige Scheinwerfereinstellung achten.
Tags: Fahren bei Nebel, KFZ




19. November 2009 at 14:52
Ich bedanke mich für immer wieder interessante Informationen..