Achtung, Frostgefahr!

Wenn die Temperaturen in den Keller sinken, steigt das Risiko von kältebedingten Schäden.
Wenn es eisig wird können Wasserrohre und Heizkörper einfrieren. Wer im Fall des Falles keine Probleme mit der Versicherung bekommen will, sollte Vorsorge treffen.

Die Kälte macht den Häusern zu schaffen und kann sogar ihre Substanz bedrohen, wenn Wasserleitungen oder die Verbindungsrohre zu den Heizkörpern einfrieren. Beim Gefrieren vergrößert sich nämlich das Volumen von Wasser um etwa neun Prozent. Die Rohre halten dem plötzlichen Überdruck nicht Stand, sie platzen und können beträchtlichen Schaden anrichten – und das nicht nur einmal, denn weitere Schäden entstehen später durch das aufgetaute Wasser.

Weil die Schadenssumme sehr hoch werden kann, wenn umfassende Sanierungsarbeiten notwendig werden oder die Wohnungseinrichtung schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde, ist ein ausreichender Versicherungsschutz das Gebot der Wintersaison.

Zweifache Absicherung
Abgesichert wird auf zwei Wegen. Eine Gebäudeversicherung kommt für den Schaden auf, der durch geplatzte Leitungen am Haus entstanden ist. Durch die Versicherung gedeckt sind auch die Kosten für das Auftauen von Rohren, Fußbodenheizung oder Heizkörpern durch speziell dazu befugte Firmen.

Für Schäden an Möbeln, Bildern, Teppichen, Elektrogeräten oder Kleidung ist dagegen die Haushaltsversicherung zuständig.

Allerdings sollten Bewohner und Hausbesitzer sicherheitshalber das Risiko eines Frostschadens möglichst gering halten. Die Versicherung zahlt nämlich nicht, wenn der Schaden durch grobe Fahrlässigkeit verursacht wurde. Was „grob fahrlässig“ ist, wird im Zweifelsfall vom Gericht entschieden – und da kann man nie sicher sein, wie ein Verfahren ausgeht.

So beugt man am besten vor
Es lohnt sich deshalb, die Ratschläge der Installateurinnung zu befolgen, um ein Einfrieren der Wasserleitungen oder Wasserzähler zu vermeiden. Hier die wichtigsten Tipps.

  • Exponierte Wasserauslässe in Hof, Keller oder Garage bei Frost schützen.
  • Fenster im Keller schließen bzw. kaputte Fenster in Kellerräumen reparieren.
  • Wasserleitungen gegebenenfalls isolieren. Dafür eignen sich Dämmmaterial oder ein Frostwächter.
  • Wasserleitungen in Kleingartenanlagen und Wochenendhäusern sorgfältig entleeren.
  • Boiler am Dachboden ebenfalls gegen Kälte schützen.
  • Wasserhähne bei entleerten Gartenleitungen geöffnet lassen, um ein Anfrieren der Dichtungen zu verhindern
  • Wasserzähler öfters kontrollieren.

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