Gefahr im Garten und Wohnzimmer
Blühende Pflanzen machen den Frühling zu einer Augenweide für den Menschen. Für Haustiere können sie aber lebensbedrohlich sein – beliebte Pflanzen in Gärten und in der Wohnung sind tödliche Fallen für Tiere.
„Tiere reagieren in der Regel empfindlicher auf Pflanzenstoffe als Menschen“, heißt es auf der informativen Homepage des Veterinäramts der Stadt Wien. Gefahr besteht für Hasen, Kaninchen, Hamster, Meerschweinchen und andere Nager, für Katzen und Hunde sowie für Vögel.
Vergiftungen können sich in Schleimhautreizungen, Magen-Darm-Beschwerden mit Krämpfen und oft blutigem Durchfall, Absinken der Körpertemperatur, Lähmungen, Taumeln, Leberschädigung und Herzrhythmusstörungen zeigen.
Scheinbar harmlose Auslöser
Der Auslöser ist oft scheinbar harmlos. Der Vierbeiner streift durch Gärten oder in Parks oder knabbert im Wohnzimmer eine schmucke Zierpflanze an. Die Folgen können katastrophal sein und bei kleinen Tieren bis zum Tod führen.
Zu den besonders gefährlichen Pflanzen, von denen man die Tiere jedenfalls fern halten sollte, zählen beispielweise der beliebte Weihnachtsstern, aber auch Calla, Dieffenbachie, Fensterblatt und Baumfreund, die keinesfalls im Wohnbereich von Katzen oder anderen tierischen Mitbewohnern aufgestellt werden dürfen.
Auch andere Pflanzen, die in freier Natur auffindbar sind, bereiten Tieren große Probleme. So enthalten alle Pflanzenteile des Oleanders ein Gift, das das Herz der Tiere schädigt und bis zum Herzstillstand führen kann. In Rhododendron und Azaleen findet sich ein Neurotoxin, welches in erster Linie zu Lähmungen der Muskulatur führt.
Sogar trockene Pflanzenteile sind giftig
Bei Hortensien und Buchsbaum sind sogar die getrockneten Pflanzenteile giftig. Ähnliches gilt für den Goldregen, dessen Wurzeln und Äste einen süßlichen Geschmack haben, der Tiere besonders reizt.
Auch an der Eibe ist nahezu alles schädlich, auch die Samen. Die einzige Ausnahme bilden die roten Beeren, deren Fleisch ungiftig ist. Lebensgefährlich sind die Nadeln: 30 Gramm, die ein Hund verschlingt, können ihn das Leben kosten.
Direkt zum Tierarzt
Sollte Ihr Tier von einer dieser Pflanzen gefressen haben und Krankheitssymptome zeigen, fahren Sie mit ihm am besten direkt zum Tierarzt und sagen Sie ihm, welche Pflanze das Tier gefressen hat.
Am besten nehmen Sie ein Stück des Gewächses mit, das erleichtert es, rasch eine zielgerichtete Therapie einzuleiten, so dass sich Ihr Liebling bald wieder wohl fühlen kann.
Versicherung gegen Tierarztkosten
Weil die Behandlung langwierig und damit teuer werden kann, ist der Abschluss einer speziellen Tierkrankenversicherung überlegenswert, die verschiedene Leistungen von der Vorsorgeimpfung bis zur schwerwiegenden Operation abgedeckt.
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