Mehr Schutz für kleine Pkw-Insassen

Für Kinder kann die Fahrt mit einem Auto sehr gefährlich werden, ihren Eltern ist das aber zu wenig bewusst.
Mehr als 1.300 Kinder verletzten sich im Jahr bei Autounfällen, weil sie im Pkw nicht sicher genug untergebracht sind.

Die Statistik spricht eine ebenso deutliche wie traurige Sprache: Im Vorjahr kamen 15 Kinder bei Verkehrsunfällen ums Leben, sechs davon waren Insassen in einem Pkw. 1.327 erlitten Verletzungen.

Eine der Ursachen für die Schwere der Unfallfolgen ist die ungenügende Sicherung der Kinder. Sie hängt damit zusammen, dass 70 Prozent der Eltern die Sicherung im Auto ihrem Kind überlassen, nur in 30 Prozent der Familien wird das Kind von einem Erwachsenen gesichert. Immerhin jedes fünfte Kind bleibt auf Kurzstrecken ungesichert.

Vier von zehn Kindern falsch gesichert

Insgesamt, so hat der ÖAMTC erhoben, sind vierzig Prozent aller Kinder falsch oder gar nicht gesichert. Das hat mit Gedankenlosigkeit der Eltern, aber auch mit weit verbreiteten Fehleinschätzungen zu tun.

Einer der häufigsten Irrtümer ist, dass der Sicherheitsgurt überschätzt wird. Tatsächlich ist er aber für Kinder unter einer bestimmten Körpergröße allein keine geeignete Sicherungsmaßnahme.

Was das Gesetz vorschreibt

Das sieht auch der Gesetzgeber so. Vorgeschrieben ist, dass Kinder bis zu 150 cm Körpergröße mit geeigneten Kinderrückhaltesystemen gesichert werden müssen. Ein Autofahrer, der diese Vorschriften zur Kindersicherung missachtet, erhält eine Vormerkung im Führerschein-Register – und bei drei Übertretungen innerhalb von zwei Jahren kann der Führerschein weg sei.

Für die kleinen Passagiere müssen Kindersitze verwendet werden, die mindestens der Norm ECE 44.03 entsprechen. Wer das ignoriert riskiert eine Geldstrafe von bis zu 5.000 Euro.

Vorsicht beim Sicherheitsgurt

Selbst wenn alle Vorschriften eingehalten werden ist die optimale Sicherheit noch nicht garantiert. Wesentlich ist nicht nur, dass die Kindersitze richtig eingebaut sind, sondern vor allem, dass die Sicherheitsgurte richtig angelegt werden.

Die Fahrzeuggurte dürfen nicht gestrafft, auf falsche Schulterhöhe eingestellt bzw. im Sitz verdreht werden und der Beckengurt darf nicht in Führungshilfen liegen. Wer seinem Kind die Sicherheitsgurte falsch anlegt, riskiert schwere Verletzungen im Bauch- und Halsbereich.

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