Mit der Karte bezahlen
Essen gehen, einkaufen, Geld abheben – mit Kreditkarten ist das im In- und Ausland kein Problem, doch das Vergnügen kann teuer werden. Kreditkarten werden immer beliebter, besonders im Urlaub. Für manche Leistungen zahlt man aber ziemlich viel, ohne es zu wissen.
Wie eine Erhebung der Arbeiterkammer zeigt, bekommt man klassische Kreditkarten bereits um eine Jahresgebühr von 18,17 Euro (Visa/Mastercard Classic von Card complete).
Versicherungsschutz überprüfen
Bei speziellen Zusatzleistungen, zu denen vor allem Versicherungen zählen, wird es freilich wesentlich teurer, da beginnt die Jahresgebühr bei 54,50 Euro.
Es empfiehlt sich aber, gerade den Versicherungsschutz zu überprüfen. Oft kommt eine konventionelle Unfall- oder Reiseversicherung billiger und bietet mehr. Ihr Versicherungsmakler berät Sie gerne.
Ansonsten sind die kleinen Karten jedenfalls komfortabel – wenngleich es nicht immer billig ist, wenn man sie benützt. Im Euro-Raum ist der Einkauf mit der Karte sicher günstig, denn da fallen keine Spesen an. Außerhalb dieser Region muss man bei der Shoppingtour freilich mit Zusatzkosten rechnen.
Die Gebühren in einem Nicht-Euro-Land liegen zwischen einem (Diners Club, PayLife) und zwei Prozent (American Express). Eine Ausnahme ist PayLife: Wer mit dieser Kreditkarte in Norwegen, Island und Liechtenstein in Euro zahlt, hat keine Gebühr.
Bei Umsätzen in der EU in schwedischen Kronen entfällt die Manipulationsgebühr ebenfalls.
Geld abheben ist teuer
Wer mit Pin-Code am Bankomaten Geld abhebt, zahlt in jedem Fall drauf. In Österreich und im Euro-Raum fallen bei allen Firmen drei Prozent Gebühr an, mindestens aber 2,50 Euro (American Express) bis vier Euro (Diners Club).
Wo der Euro nicht die Währung des Landes ist, kommen zu diesen Kosten noch extra Gebühren dazu. Die Höhe: ein Prozent (Diners Club, Card complete, PayLife) bis zwei Prozent (American Express).
Günstiger ist es, das Geld mit der Bankomatkarte zu holen bzw. damit zu bezahlen. In Österreich und in den Euro-Ländern ist das spesenfrei. In Nicht-Euro-Ländern machen die Spesen beim Zahlen 0,75 Prozent plus 1,09 Euro aus, beim Abheben 0,75 Prozent plus 1,82 Euro.
In Summe ist das Abheben mit der Bankomatkarte jedenfalls preiswerter als mit der Kreditkarte.
Was Konsumentenschützer raten
Wer den Komfort der Kreditkarten möglichst ohne Schattenseiten genießen möchte, sollte die Ratschläge beherzigen, die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer geben.
- Informieren Sie sich bei Kreditkarten nicht nur über die Kartengebühren, sondern auch über sonstige Spesen und Leistungen.
- Achten Sie auf den Versicherungsschutz, der je nach Karte verschieden sein kann. Fragen Sie Ihren Versicherungsmakler um seine Einschätzung.
- Kontrollieren Sie Ihre Monatsabrechnungen. Wenn Umsätze strittig sind, informieren Sie sofort das Kreditkartenunternehmen. Erheben Sie gegebenenfalls schriftlich Einspruch, achten Sie dabei aber auf die Vertragsbedingungen Je nach Firma gibt es verschiedene Fristen für solche Einsprüche.
- Verwahren Sie Ihre Karten sorgfältig und schreiben Sie den Pin niemals auf.
- Wenn die Karte plötzlich verschwunden ist, lassen Sie sie sofort sperren und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
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