Tausende verunglücken mit der Rodel

Eine Schlittenfahrt kann lustig und erholsam sein. Unfälle sind aber nicht auszuschließen, deshalb sollte man vorbeugen. Auch mit einer Versicherung.

Rund 4.800 Menschen verletzten sich 2008 beim Rodeln so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten.

Jeder zweite erlitt bei dem Sturz auf der glatten Rodelbahn einen Knochenbruch, knapp ein Viertel der Unfallopfer mussten mit Sehnen- und Muskelverletzungen behandelt werden. Betroffen sind vor allem die unteren Extremitäten: Jeder Vierte verletzte sich am Fußgelenk oder Knöchel, jeder Fünfte am Knie.

Besonders gefährdet ist auch der Kopf. „Jeder zehnte verletzte Rodler trug bei dem Rodelunfall eine Gehirnerschütterung davon”, sagt Dr. Anton Dunzendorfer, Leiter des Bereichs Heim, Freizeit & Sport im Kuratorium für Verkehrssicherheit. Bei vielen Unfällen kommt es zu Zusammenstößen mit Personen oder Hindernissen wie Bäumen, die mit Kopfverletzungen enden.

Unterschätzte Gefahr

Das Risiko wird vielfach unterschätzt, die meisten Rodler starten ohne Vorbereitung – und begeben sich dabei in Gefahr, ohne es zu wissen. Um vorzubeugen, sollte man sich mit der Fahreigenschaft des Schlittens vertraut machen, ehe es losgeht, denn jede Rodel hat unterschiedliche Brems- und Lenkeigenschaften. Fahren sollte man am besten auf eigens angelegten Rodelpisten. Auf keinen Fall darf man auf schneebedeckten Straßen oder Forststraßen ins Tal brausen, die nicht zum Rodeln freigegeben sind.

Für Kinder besonders geeignet sind Plastikbobs, die über eine Spurführung sowie eine Brems- und Lenkeinrichtung verfügen. Beim klassischen Holzschlitten ist das Lenken schwieriger, zudem kann man sich bei einem Sturz leicht an dem harten Gestell und den Kufen verletzen.

Aufblasbare Rodeln nicht zu empfehlen

„Von aufblasbaren Rodeln kann ich nur abraten“, warnt Experte Dunzendorfer. „Sie erreichen schon bei flachen Strecken sehr hohe Geschwindigkeiten, weil die Auflagefläche kaum in den Schnee eintaucht. Oft haben sie keine Rillen und daher auch keine Spurführung und können leicht ins Drehen geraten. Steuern und Bremsen ist dann überhaupt nicht mehr möglich.“

Immer beliebter ist Nachtrodeln bei Flutlicht, das schlägt sich leider auch in der Unfallstatistik nieder: Rund ein Drittel aller Unfälle passierte in der Nacht.

Sowohl bei Tag als auch bei Nacht sind die verunglückten Rodler durch die soziale Versicherung nicht geschützt. Deshalb sollte man eine private Unfallversicherung abschließen, um sich im Fall des Falles die ärgsten materiellen Sorgen zu ersparen.

Tags: ,

Senden Sie Ihren Kommentar
  1. Wählen Sie bitte
  2. (nötig)
  3. (gültige Mailadresse)
  4. (nötig)
  5. Captcha
 

cforms contact form by delicious:days