Vorsicht, Trickdiebstahl!

Gauner nutzen oftmals die Hilfsbereitschaft ihrer Opfer schamlos aus.
Rund 600 Fälle von Trickdiebstahl werden in Österreich pro Jahr angezeigt. Die Opfer sind meist Senioren.
Kenner der Materie vermuten, dass die Dunkelziffer noch weitaus höher ist, weil viele Opfer aus Scham, Unsicherheit oder auch aus Furcht erst gar keine Anzeige erstatten.

Die Tricks ähneln einander

Es sind überwiegend ältere Menschen, die von den skrupellosen Dieben bestohlen werden. Die Tricks der Gauner sind dabei immer ziemlich ähnlich, sagen die Kriminalisten.

Die Diebe versuchen erst einmal, das Vertrauen der Opfer zu gewinnen, damit sie in die Wohnung eingelassen werden. Manche geben sich als Handwerker, als Mitarbeiter des Gaswerks oder sogar als Polizisten aus, andere bitten einfach um ein Glas Wasser, oft wird auch eine Übelkeit oder eine Erkrankung vorgetäuscht

Berüchtigt ist der Zetteltrick, bei dem der Täter um Stift und Papier bittet, um einem Nachbarn eine Notiz zu hinterlassen. Zum Repertoire an Täuschungsmanövern zählt auch die Bitte, vom Telefon aus anrufen zu dürfen, weil der Dieb angeblich eine „Autopanne“ hatte, oder schlicht das Ersuchen, die Toilette benutzen zu dürfen.

Der berüchtigte Enkeltrick

Ein weiterer gängiger Trick ist der Enkeltrick. Dabei entwenden die Gauner keine Wertgegenstände oder Bargeld,  sondern sie verleiten das Opfer dazu, einen größeren Geldbetrag freiwillig herauszugeben.

Das funktioniert so: Per Telefon meldet sich ein vermeintlicher Verwandter, der in einer kurzen Geschichte erklärt, dass er in Not ist und dringend eine größere Summe Geld benötigt. Das Opfer soll diese Summe möglichst bald einem Freund geben, der das Geld abholt.

So kann man sich schützen

Die Diebe sind Berufsverbrecher und gehen so raffiniert vor, dass ihre Täuschungsmanöver meist nicht durchschaut werden. Erfahrene Kriminalisten raten jedenfalls zur Vorsicht. Ihre Tipps:

  • Bevor man jemanden in die Wohnung lässt, der angeblich von einer offiziellen Stelle kommt, sollte man seinen Dienstausweis einfordern und sorgfältig prüfen. Im Zweifel lohnt es sich, bei der jeweiligen Stelle anrufen und sich zu erkundigen, ob tatsächlich jemand vorbeigeschickt wurde.
  • Beim Enkeltrick sollte man sich bei jemandem aus der Familie erkundigen, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter sein kann. Im Zweifelsfall verweigert man jedenfalls die Herausgabe des Geldes. Die meisten Ganoven verschwinden schnell, sobald sie auf Widerstand stoßen.
  • Grundsätzlich sollte man immer misstrauisch bleiben und keine Fremden in die Wohnung lassen. Man kann zum Beispiel anbieten, selbst nach der vermeintlichen „Autopanne“ Hilfe zu holen, oder das gewünschte Glas Wasser nach draußen zu reichen, ohne die Verschlusskette der Türe zu öffnen und dergleichen.
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