Wenn die Pflegerin ins Haus kommt
Die Pflegeversicherung ist noch nicht weit verbreitet, der Bedarf wird aber enorm zunehmen.
In den kommenden zehn Jahren wird der Bedarf an mobilen Pflegediensten um mehr als die Hälfte steigen, heißt es in einer aktuellen Studie. Zudem werden deutlich mehr Pflege-Plätze in Heimen benötigt.
Die Zahlen belegen die dramatische Entwicklung. Bereits jetzt arbeiten mobile Pflegerinnen und Pfleger Österreich jährlich 14,5 Millionen Stunden, um anderen Menschen zu helfen. Bis zum Jahr 2020 werden es aber bereits 23 Millionen Einsatzstunden sein müssen, um den zunehmenden Bedarf zu decken.
15.000 neue Heimplätze nötig
Auch bei der stationären Pflege nimmt der Bedarf zu, es werden fast 15.000 zusätzliche Plätze benötigt. Derzeit stehen knapp mehr als 60.000 zur Verfügung.
Die Pflegekosten werden gefördert. Derzeit geben Bundesländer und Gemeinden dafür 1,3 Milliarden Euro aus, diese Kosten dürften bis 2020 auf bis zu zwei Milliarden ansteigen. Angesichts dieser Entwicklung wird die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit einer privaten Pflegeverscherung immer deutlicher.
Die Möglichkeit, rechtzeitig vorzusorgen, besteht seit einigen Jahren. Eine private Pflegeversicherung wird als eigenständiges Versicherungsprodukt oder als Zusatzversicherung zu einer Kranken- und Lebensversicherung angeboten.
Interesse steigt
Abschlüsse sind derzeit eher noch selten, das Interesse steigt aber, seit sich herumgesprochen hat, dass das gesetzliche Pflegegeld in den meisten Fällen nicht ausreicht, um sich den einschlägigen Hauptwunsch zu erfüllen: Die meisten Österreicher wollen zu Haus gepflegt werden.
Das ist allerdings nicht billig. Eine qualifizierte Pflegehilfe kommt derzeit auf rund 30 Euro pro Stunde, die durchschnittlichen monatlichen Kosten für eine dauerhafte Pflege lagen im Jahr 2008 bei 2.575 Euro und sind seither weiter gestiegen.
Mit dem staatlichen Pflegegeld allein, das maximal rund 1.700 Euro im Monat ausmacht, sind die Leistungen in den meisten Fällen nicht zu bezahlen, ebenso wenig die Vollpflege bei Pflegestufe 7 in einem Seniorenheim, die auf etwa 3.200 Euro kommt.
Lücke schließen
Die Lücke zwischen staatlichem Pflegegeld und tatsächlichen Kosten kann man allerdings mit der privaten Pflegevorsorge schließen. Sprechen Sie mit Ihrem Versicherungsmakler darüber!
In der breiten Produktpalette finden sich diverse Varianten einer geeigneten Versicherung, die auch mit Assistenzleistungen wie Telefonauskünften zu Pflege- und anderen spezifischen Fragen sowie Hilfe bei der Koordination und Organisation des Pflegealltags gekoppelt werden kann.
Tags: Hauskrankenpflege, Pflegevorsorge



