Fremdwährungsfinanzierungen – Umstieg vom SFR in den EUR: Vorteil für wen ?

Fremdenwährungskredite als Finanzierungsinstrument für Häuslbauer wurden im März per Erlaß der FMA (Finanzmarktaufsicht) endgültig abgedreht. Gleichzeitg wurde den Banken empfohlen, das bestehende Volumen nachhaltig zu reduzieren.

Das bedeutet, daß die meisten Banken, mit mehr oder weniger Druck, ihre Kunden freundlich zu persönlichen Gesprächen “einladen”, um über einen Umstieg auf den Euro zu reden.

Die Griechenlandkrise, der dadurch schwache Euro, die Unsicherheit auch andere Euroländer betreffend, die finanziell etwas schwach auf der Brust sind, führen zu einer Flucht der Anleger in den Schweizer Franken – was für jene sehr attraktiv ist bei derzeit 1,43, allerdings für den Export und die Kreditnehmer im SFR ist dies weniger prickelnd.

Vorteil bei wem?

Wo liegt das Interesse der Banken: primär das eigene Risiko möglichst klein halten. Und: Da sich die meisten Banken sich auf Grund der aushaftenden Kredite auch refanzieren müssen, und auch die heimischen Banken sich mitunter nicht vertrauen, ist davon auszugehen, daß die Banken sich zu Konditionen refinanzieren, welche durch die Marge (Aufschlag) auf den Libor nicht gedeckt ist.

Schelm, wer hier was Böses denkt, wenn der Banker anruft – zum Wohle des Kunden.

Was für die Bank gut ist, muss aber noch lange nicht für den Kunden gut sein – und der Umstieg in den Euro muss nicht zwingend der Weisheit letzter Schluß sein – warum einfach nicht im Schweizer Franken bleiben, meiner Auffassung nach ist JETZT der schlechteste Zeitpunkt, um umzusteigen, da der Tausch in den EURO momentan besonders teuer wird.

Jedenfalls gilt es, sich im Fall eines Falles das Angebot der Bank anzuhören und sich dieses genau, detailliert und schriflich geben zu lassen.

Ganz wichtig ist die Gestaltung des Zinssatzes im EURO (Zinsaufschlag auf EURIBOR…) und welche laufenden Spesen verrechnet werden.

Keine übereilten Entscheidungen

Was die Zukunft bringt , weiß natürlich keiner. Allerdings sind Kredite langfristig zu betrachten – und es ist nicht die erste Stärke des Schweizer Frankens – und wenn man ein bißchen Chartanalyse betreibt, kann man durchaus eine Trendumkehr sehen. Es liegt sicher nicht im Interesse der Schweiz, einen derart starken Franken zu haben, daß heißt auch sie werden das ihrige zu einer Abschwächung beitragen.

Was immer Sie auch tun, treffen Sie keine übereilten Entscheidungen und lassen Sie sich von einem unabhängigen Berater/Beraterin unterstützen – keine Bank kann Sie zwingen, auf hopp oder trott in den Euro umzusteigen.

Bei Rückfragen können Sie mich gerne kontaktieren, auf Wunsch schicke ich Ihnen entsprechenden Artikel dazu aus dem Format der letzten Märzwoche zu.

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