Wenn „Bello“ durch das Auto fliegt

Wer mit einem Hund im Pkw unterwegs ist, muss dafür sorgen, dass das Tier gut gesichert ist – schon im ureigensten Interesse. Die meisten Hunde fahren gerne mit dem Auto. Wenn sie nicht gut gesichert sind, riskieren ihre Besitzer schwere Verletzungen, Geldstrafen und den Verlust des Versicherungsschutzes.

Bei einem Crashtest, den Techniker der Automobilklubs ÖAMTC und ADAC durchführten, hatten sie eine 15 Kilo schwere Hundeattrappe in dem Auto. Die Experten waren selbst verblüfft, welche Gewalten bei dem Anprall des Testautos frei wurden.

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Keine Überlebenschance für das Tier

Die Attrappe wurde durch die Wucht des Aufpralls bis auf die vordere Mittelkonsole geschleudert. Dabei wurde der Fahrersitz verformt, der Lenker hätte schwerste Verletzungen davongetragen und ein echtes Tier hätte den Unfall mit ziemlicher Sicherheit nicht überlebt.

Grund genug, dass sich verantwortungsbewusste Autolenker an die Bestimmungen des Kraftfahrgesetzes erinnern, wonach eine Ladung im Fahrzeug so gesichert sein muss, dass sie keinen Schaden anrichten kann. Für das Gesetz ist auch ein Hund eine Ladung, die diesen Regelungen unterliegt.

Mehrere Möglichkeiten der Sicherung

Es gibt mehrere Möglichkeiten, einen Hund sicher im Auto zu transportieren. Vielfach werden Trenngitter und Laderaumnetze verwendet, die vor allem bei größeren Fahrzeugen wie Vans oder Kombis eingesetzt werden, aber nicht wirklich zuverlässig sind.

Spezielle Schutzdecken bieten nur bis zu einem gewissen Grad Sicherheit. Sie werden an den Kopfstützen von Rückbank und Vordersitzen befestigt. Dadurch bildet sich eine wannenartige Mulde, in der die Tiere untergebracht werden. Diese Decken schützen den Vierbeiner und die Autoinsassen allerdings nur bei leichten Kollisionen.

Transportboxen sind zu empfehlen

Sicherer sind Transportboxen, die mit dem Sicherheitsgurt auf dem Rücksitz oder mit Spezialgurten im Fußraum befestigt werden, und eigene Gurtsysteme für Hunde, die der jeweiligen Größe des Tieres entsprechen müssen, sonst sind sie wirkungslos.

Hund im Auto © Piotr Rydzkowski - Fotolia.com

Hund im Auto © Piotr Rydzkowski - Fotolia.com


Die Kosten für solche Sicherungsmaßnahmen sollten für Tierfreunde kein Thema sein. Ein ungesichertes Tier ist eine permanente Gefahr, vor allem für den Lenker selbst: Er wird leicht aus dem Konzept gebracht, wenn der Vierbeiner während der Fahrt plötzlich unbedingt aus dem Fonds nach vorne auf den Beifahrersitz klettern will. Ein Hund, der bei einem Unfall zum unkontrollierbaren Geschoss wird, gefährdet Gesundheit und Leben aller Autoinsassen und ist nicht zuletzt selbst in akuter Lebensgefahr!

Weil der Autolenker für die korrekte Sicherung des Hundes während der Fahrt verantwortlich ist, muss er bei einer Kontrolle mit empfindlichen Strafen rechnen. Noch teurer wird es, wenn durch das Tier ein Unfall ausgelöst wird oder sich die Folgen verschlimmern.

Grobe Fahrlässigkeit

Dieser Fall gilt bei der Kfz-Versicherung als grobe Fahrlässigkeit und wirkt sich auf die Leistung der Vollkasko-Versicherung aus. Sie zahlt unter Umständen nur einen Teil des tatsächlichen Schadens.

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1 Kommentar to “Wenn „Bello“ durch das Auto fliegt”

  1. Motorenarten meint:

    Diesbezüglich hatte ich mir auch schon den Einen oder Anderen Gedanken darüber verloren.

    Das Auto ist zu klein, der Hund zu groß. Eine solche Decke würde warscheinlich was bringen, wenn nicht so viele Mitfahrer mit dabei sind.

    Und den Hund anschnallen, das ging bis jetzt bei mir noch nie gut.. der Hund hat dann nach einer Weile rummgejammert oder an dem Gurt rumm geknabbert.

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