Zebrastreifen schützen kaum
Montag, 06. September 2010Vor allem Kinder sind auf dem Schutzweg nicht vor Verkehrsunfällen gefeit.
Jeder fünfte tödliche Fußgängerunfall geschieht auf einem Schutzweg, sagt eine aktuelle Statistik. Besonders gefährdet sind unter anderem Schulkinder.
Unfälle auf den mit Zebrastreifen markierten Schutzwegen sind leider häufig, ihre Zahl nimmt enorm zu und ist seit 2003 dramatisch gestiegen, berichtet die Arbeiterkammer Wien.
Besonders Schulkinder waren im ersten Halbjahr 2010 auffallend oft in derartige Schutzweg-Unfälle verwickelt. 2009 ereigneten sich 17 Unfälle von Kindern auf dem Weg zur oder von der Schule an Schutzwegen, im ersten Halbjahr 2010 waren es bereits 15.
Autofahrer rücksichtslos
Einer der Gründe ist die zunehmende Rücksichtslosigkeit der Autolenker. Eine Untersuchung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit zeigt, dass nahezu jeder zweite Pkw nicht stehen bleibt. Und das, obwohl Kfz-Lenker bereits zum Halten verpflichtet, wenn erkennbar ist, dass eine Person den Schutzweg überqueren will und nicht erst dann, wenn sie sich am Schutzweg befindet.
Zur Entlastung der Autofahrer führen Experten an, dass zahlreiche Schutzwege nicht gut sichtbar sind, weil die Markierung unzureichend ist. Keine Entschuldigung ist dagegen das Telefonieren mit dem Handy am Steuer, das die Konzentration schwächt und so dazu führt, dass ein Zebrastreifen samt Passanten übersehen wird.
Angesichts der Gefahren, der besonders auch Schülerinnen und Schüler ausgesetzt sind, erinnern erfahrene Versicherungsexperten daran, dass ABC-Schützen drei Viertel des Tages ohne Unfallversicherung unterwegs sind und den Schutz einer privaten Unfallversicherung sehr gut brauchen können.
Häufige Freizeitunfälle
Nicht nur wegen Schulwegunfällen, bei denen im Vorjahr 2.305 Kinder verunglückt sind, sondern noch viel mehr wegen Unglücksfällen bei Sport und Freizeitbeschäftigungen, nach denen im Vorjahr mehr als 126.000 Kinder unter 15 Jahren in Spitalsbehandlung mussten.
Bei Freizeitunfällen übernimmt die gesetzliche Unfallversicherung zwar die medizinische Erstversorgung und die Rehabilitation im Krankenhaus, nicht aber die Kosten für bleibende Schäden, wie sie Jahr für Jahr knapp 900 Kinder davontragen.
Eine private Unfallversicherung bietet Schutz rund um die Uhr und im Ernstfall eine lebenslange Rente. Ihr Versicherungsmakler sorgt für den bestmöglichen Schutz für ihre Kinder.
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