Wenn arbeiten unmöglich ist

Der Gedanke daran wird vor allem bei jüngeren Leuten einfach verdrängt. Aber auch ihnen kann es passieren, dass sie von einem Tag auf den anderen berufsunfähig werden. Gut, wenn man rechtzeitig vorgesorgt hat!
Eine Krankheit mit Folgen, ein schwerer Unfall – und plötzlich ist man nicht mehr in der Lage, mit Arbeit Geld zu verdienen. Ohne Versicherung ist der Absturz in die Armut unvermeidbar.

Das Risiko der Berufsunfähigkeit wird vielfach nicht erkannt oder zumindest unterschätzt. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie auftritt, ist aber hoch, besonders bei ungelernten Arbeitnehmern, aber auch bei sehr qualifizierten Beschäftigten. Aktuelle Statistiken zeigen, dass 13 Prozent der Arbeitnehmer im Job erhebliche gesundheitliche Beschwerden haben. Viele müssen über kurz oder lang aus dem aktiven Berufsleben ausscheiden.

Berufliche Rehabilitation zu selten

Natürlich wird da und dort versucht, ihre Arbeitskraft zu erhalten, aber entsprechende Initiativen sind hierzulande noch selten. Maßnahmen der beruflichen Rehabilitation konnten bisher nur etwa drei Prozent der Frauen und 5,5 Prozent der Männer für sich in Anspruch nehmen.

Fazit: Derzeit beziehen 450.000 Personen in Österreich eine Berufsunfähigkeits-, Invaliditäts- oder Erwerbsunfähigkeits-Pension aus der staatlichen Pensionsversicherung, weil sie nach einem Unfall oder wegen Krankheit nicht mehr arbeiten können.

Das bedeutet, dass schon jetzt ein Drittel aller Pensionen Invaliditätspensionen sind – und die sind mehr als karg bemessen: Derzeit machen sie bei unselbständigen Männern im Schnitt 1064 Euro und bei Frauen gar nur 633 Euro aus. In den meisten Fällen müssen rund 79 Prozent einer Normalpension zum Leben reichen.

Nur 40 Prozent der Anträge werden anerkannt

Nicht einmal auf diese Mini-Pensionen haben alle Anspruch, die sie bräuchten, denn die Sozialversicherungen werden bei der Zuerkennung der Berufsunfähigkeit immer strenger. Bei unselbständig Beschäftigten werden nur rund 40 Prozent aller Anträge anerkannt.

Noch komplizierter für die Betroffenen wird die Sache dadurch, dass es komplett verschiedene Bewertungssysteme für den Grad der Invalidität gibt. Eine volle Berufsunfähigkeit, die bei der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt zuerkannt wird, wird unter Umständen bei der  Pensionsversicherung anders eingestuft. Betroffene Arbeitnehmer müssen jedenfalls damit rechnen, dass die Invaliditätspension wesentlich geringer ausfällt als gedacht.

Gründe genug, rechtzeitig eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Sie verhindert, dass die finanziellen Einbußen katastrophale Ausmaße annehmen.

Große Unterschiede bei Preis und Leistung

Auch die Konsumentenschützer vom VKI sprechen sich nachdrücklich für eine solche Versicherung aus, erinnern aber daran, dass es bei den einzelnen Angeboten „große Unterschiede bei Preis und Leistung“ gibt. Vielfach sind die Bewertungen der privaten Versicherer deutlich großzügiger als jene der staatlichen Sozialversicherung, allerdings sind gerade bei Berufsunfähigkeitsversicherungen die Details der Vertragsbedingungen ganz besonders wichtig.

So muss man zum Beispiel darauf achten, ob die Versicherung darauf verzichtet, den Kunden auf einen anderen Beruf zu verweisen, wenn er seine ursprüngliche Beschäftigung nicht mehr ausüben kann.

Nicht ohne professionelle Beratung

Deshalb sollte man vor dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung unbedingt professionelle Beratung in Anspruch nehmen. Ihr Versicherungsmakler steht Ihnen gerne zur Verfügung.

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2 Kommentare to “Wenn arbeiten unmöglich ist”

  1. Natascha L. meint:

    Danke für den interessanten Artikel. Gut wäre es, wenn man schon bei der Gründungsberatung ein besonderes “Starterpaket” für eine günstige Versicherung angeboten bekommt. Wenn es dann noch eine Förderung dazu gibt, wäre der Anreiz da, abzuschließen.

  2. FinanceWhisper meint:

    Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine der wichtigste Arten der Vorsorge. Der Artikel sagt ja auch ganz deutlich, dass der gesetzliche Schutz nicht ausreicht und man darum mit einer BU-Versicherung nachhelfen sollte. Wer also nicht aufgrund einer Berufunfähigkeit in eine finanzielle Notlage geraten möchte, sollte so bald wie möglich handeln.

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